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2021 ist es soweit: Die Gelben Tonnen kommen

Die Tonne grau, der Deckel gelb. So werden die Behälter aussehen, die im kommenden Jahr die Gelben Säcke im Lahn-Dill-Kreis ersetzen. Und wenn es gut läuft, kann noch in diesem Jahr mit der Verteilung begonnen werden. Wer für die Verteilung und Leerung der Gelben Tonnen zuständig sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Das Ausschreibungsverfahren der Dualen System Deutschland GmbH (DSD) läuft. Ein Ergebnis wird in Kürze erwartet. Erst dann wissen die Bürgerinnen und Bürger im Lahn-Dill-Kreis wer ihr Ansprechpartner für die Entsorgung der Verkaufsverpackungen wie z.B. Joghurtbecher, Konservendosen, Milch- und Saftkartons sein wird.

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill ist nicht zuständig, denn in Deutschland ist die Entsorgung von Leichtverpackungen keine kommunale Aufgabe, sondern Aufgabe der Dualen Systeme. Deshalb wird die Entsorgung von Verkaufsverpackungen auch nicht über die kommunalen Abfallgebühren bezahlt, sondern schon beim Einkauf über den Produktpreis. Das neue Verpackungsgesetz von 2019 hat den Kommunen allerdings mehr Mitsprache eingeräumt. Sie können nun mitentscheiden, unter welchen Rahmenbedingungen die Einsammlung der Leichtverpackungen erfolgt.

78.000 Behälter

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill hat sich für die Einführung der Gelben Tonne entschieden und folgt damit dem vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung. Denn tatsächlich zählen die Qualität und Verteilung der Gelben Säcke bereits seit ihrer Einführung zu den häufigsten Beschwerdegründen in Bezug auf die Abfallentsorgung kreisweit. Zugleich hofft die Abfallwirtschaft Lahn-Dill, dass der Anteil der Verpackungsabfälle in der grauen Restabfalltonne weiter sinkt. Insgesamt sollen rund 78.000 Gelbe Tonnen im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) aufgestellt werden.

Am vierwöchentlichen Abfuhrrhythmus wird sich durch die Umstellung auf die Gelbe Tonne nichts ändern. Bei der Erstausstattung wird sich das beauftragte Unternehmen zunächst an der Größe des vorhandenen Altpapierbehälters orientieren. Ein möglicher Mehrbedarf wird voraussichtlich abgefragt. Erfahrungen aus anderen Landkreisen zeigen jedoch, dass der Inhalt von bis zu sechs Gelben Säcken in eine 240-Liter-Tonne passt. Sollte das nicht ausreichen, können Leichtverpackungen ab 2021 auch am nächsten Wertstoffhof in eigens dafür aufgestellte Container gegeben werden.

Achtung: Die genannten Regelungen gelten nicht für die Stadt Wetzlar und ihre Stadtteile. Die Stadtreinigung Wetzlar hat eine eigene Abstimmung mit dem Dualen System getroffen.