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Ab 2018 neue Partner bei der Einsammlung und Verwertung

In der Abfallentsorgung im Lahn-Dill-Kreis tritt ein neuer Akteur auf den Plan. Wie die Abfallwirtschaft Lahn-Dill mitteilt, leert ab 2018 die Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG die Altpapiertonnen im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar). Außerdem wird das Wiesbadener Unternehmen den Sperrabfall im Kreis abfahren. Die Aufträge für die Abfuhr der Rest- und Bioabfälle verbleiben dagegen bei SUEZ mit Sitz in Sinn und Dillenburg-Oberscheld. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Neuausschreibung im Frühjahr dieses Jahres.

Knettenbrech zählt zu den führenden Unternehmen der Entsorgungs- und Recyclingbranche in der Region Rhein-Main-Neckar und hat inzwischen auch in Mittelhessen Fuß gefasst. So erwarb das Unternehmen im Frühjahr eine Beteiligung am Containerdienst Rech in Solms. Für den Bürger ändert sich durch den Wechsel nichts. „Wir erwarten eine gewohnt reibungslose Abfuhr des Altpapiers und der Sperrabfälle“, so Frank Dworaczek, 1. Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill. Im Kreis fallen jährlich rund 17.000 t Altpapier und 5.500 t Sperrabfall an.

Neue und alte Verwertungswege

Eine weitere Neuausschreibung betrifft die Verwertung der Bioabfälle aus dem Lahn-Dill-Kreis. Ab 2018 wird ein Teil des Bioguts nicht mehr in der Kompostanlage Aßlar kompostiert, sondern von der Veolia Umweltservice GmbH in Aßlar übernommen und in eigene Anlagen in Essenheim (Bioabfallvergärungsanlage) und Geisa (Kompostwerk) verbracht. Es handelt sich um jährlich knapp 18.000 t. Weitere 10.000 t Bioabfall werden wie bislang im Kompostwerk in Dillenburg-Oberscheld von der Hermann Hofmann Gruppe verarbeitet.

Bei der Entsorgung der jährlich rund 50.000 t Restabfall aus dem Lahn-Dill-Kreis bleibt alles beim Alten. Das Material wird weiterhin durch die Umweltdienste Bohn GmbH zu Ersatzbrennstoff (EBS) aufbereitet und im eigenen EBS-Kraftwerk in Witzenhausen energetisch verwertet.