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Bußgeld: Grünschnitt gehört nicht in den Wald

Wer aufmerksam durch Wald und Flur geht, wird früher oder später darauf stoßen: Grünschnitt-Ablagerungen am Wegesrand. Kein schöner Anblick und obendrein verboten. Meist fängt es mit einigen Ästen, Laub oder Rasenschnitt an und entwickelt sich durch Nachahmer dann rasch zu einer regelrechten Grünschnitt-Halde. Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Eigenbetrieb des Lahn-Dill-Kreises, stellt noch einmal unmissverständlich klar, dass es sich um illegale Abfallablagerungen handelt, die in Hessen mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 1000 Euro belegt werden.

Auch Grünabfall ist Abfall

Noch immer scheint die Meinung weit verbreitet, dass man der Natur mit Grünabfällen keinen Schaden zufügt, da es sich ja um verrottbares Material handele. Das ist falsch! Denn wilde Grünschnitt-Ablagerungen können durch den erhöhten Nährstoffeintrag und die Einbringung nicht heimischer, möglicherweise invasiver Pflanzenarten, beachtliche Schäden an der Natur anrichten. Davon einmal abgesehen ist auch Grünschnitt rechtlich gesehen Abfall – und der hat bekanntlich im Wald nichts verloren, sondern muss ordnungsgemäß entsorgt werden.

Im Lahn-Dill-Kreis gibt es mehrere Möglichkeiten, Grünschnitt sachgerecht zu entsorgen. Man kann ihn in die braune Biotonne werfen oder kostenlos am nächsten Wertstoffhof abgeben. Bei Anlieferung größerer Mengen (Anhänger) empfiehlt sich das Abfallwirtschaftszentrum Aßlar oder das Kompostwerk in Dillenburg-Oberscheld. Außerdem bieten viele Städte und Gemeinden im Lahn-Dill-Kreis mehrmals im Jahr kostenlose Schredder-Aktionen an. Die Kommunen informieren ihre Bürgerinnen und Bürger darüber auf ihren Webseiten und in der Presse.