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Chinesische Delegation zu Gast im Abfallwirtschaftszentrum

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr trafen sich Vertreter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) und der chinesischen Region Xuchang zu einem Fachgespräch über abfallwirtschaftliche Themen. Nach einem ersten Informationsaustausch im Sommer in Frankfurt besuchte nun eine siebenköpfige chinesische Delegation das Abfallwirtschaftszentrum in Aßlar. Xuchang ist eine bezirksfreie Stadt in der Provinz Henan mit rund 4,3 Millionen Einwohnern. Der Lahn-Dill-Kreis und Xuchang streben einen Ausbau ihrer Beziehungen an.

Frank Dworaczek, Kaufmännischer Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill, stellte den Gästen die Aufgaben und Ziele des kreiseigenen Entsorgungsbetriebes vor und berichtete über Abfallmengen, Entsorgungswege, die Abfallgebühren und den Deponiebetrieb. Unter anderem interessierte die Delegation die Standortwahl für die Deponie, die 1972 aufgrund der geologischen Vorzüge in einem alten Diabas-Steinbruch entstanden ist. Acht Millionen Tonnen sind seither abgelagert worden, 65 Meter hoch ist der Abfallberg. Heute wird kaum noch deponiert, das Abfallwirtschaftszentrum ist Umschlagplatz für Wertstoffe und Abfälle aller Art.   

Zwei der Schwerpunkte der anschließenden Deponie-Führung mit dem Technischen Betriebsleiter Wolfgang Pfeiffer waren die Sickerwasser- und die Deponiegasentsorgung. So wird das durch den Deponiekörper sickernde Regenwasser über Drainagen aufgefangen und in einer eigenen Sickerwasserreinigungsanlage durch Bioreaktoren und Aktivkohle gefiltert, ehe es in das Klärwerk Wetzlar geleitet wird. Das in der Deponie entstehende Methangas wird über ein Netz an Gasdrainagen und Gasbrunnen abgesaugt und in einem Blockheizkraftwerk verbrannt. Strom und Wärme werden für die Betriebsanlagen der Abfallwirtschaft genutzt.