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Die Wertstoffhöfe gewinnen an Bedeutung

Auf Einladung der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) trafen sich die Mitarbeiter aller kommunalen Wertstoffhöfe im Lahn-Dill-Kreis (ohne Wetzlar) zum Erfahrungsaustausch im Abfallwirtschaftszentrum Aßlar. Nahezu alle Städte und Gemeinden im Kreis verfügen über einen Wertstoffhof. Dort können Grünschnitt, Altholz, Bauschutt, Altmetall sowie Papier, Pappe und Kartonagen kostenlos abgegeben werden. Betrieben werden die Wertstoffhöfe von den Kommunen; entsorgt werden sie durch die kreiseigene Abfallwirtschaft. Der größte Wertstoffhof befindet sich auf der Deponie Aßlar und wird von der AWLD selbst geführt.

Die rote Tonne kommt

Der Technische Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Wolfgang Pfeiffer, informierte die Mitarbeiter der Kommunen über die neue „Rote Tonne“, die in Kürze auf allen Wertstoffhöfen stehen wird. Darin können neben CDs, DVDs und Blu-Rays nun auch alle Arten von Druckerpatronen und Tonerkartuschen für die Wiederverwertung bzw. Wiederverwendung gesammelt werden. Außerdem einigte man sich bei dem Arbeitstreffen auf eine gemeinsame Linie bei der Definition der „haushaltsüblichen Mengen“, die kostenlos angenommen werden. Demnach ist die Wertstoffmenge von einem Kubikmeter pro Anlieferung möglich. Zwei Anlieferungen an einem Öffnungstag sind erlaubt. Nach wie vor gilt: Anlieferer müssen ihren Wohnsitz im Lahn-Dill-Kreis haben. Größere Abfallmengen aller Art nimmt das Abfallwirtschaftszentrum gegen Entgelt an.

Der 1. Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Frank Dworaczek, berichtete über die wachsende Bedeutung der Wertstoffhöfe. Denn seit der Umstellung des Abfallgebührensystems im Lahn-Dill-Kreis werden die Angebote verstärkt wahrgenommen. So stieg die angelieferte Gesamtmenge in 2014 von 9.000 t auf 12.000 t an. In 2015 wurde die gleiche Menge erzielt. Wie die Statistik der Sammelmengen zeigt, werden pro Einwohner jährlich durchschnittlich 52 kg Wertstoffe am Wertstoffhof abgegeben. „Inzwischen werden rund 10 Prozent der Abfallmengen im Lahn-Dill-Kreis über die Wertstoffhöfe erfasst“, so Frank Dworaczek.

Als eine logistische Herausforderung bezeichnete Wolfgang Pfeiffer die Abfuhr und Aufstellung der für den Betrieb der insgesamt 21 Wertstoffhöfe notwendigen Abfallcontainer. In 2015 wurden 3.645 Container-Entleerungen vorgenommen. An zahlreichen Standorten wie z.B. in Solms oder Herborn wurde auch die Infrastruktur optimiert. Dabei ging es vor allem um die Befestigung von Flächen und die Anschaffung von Aufstiegshilfen, die den Einwurf in den Container erleichtern. Aber auch für komfortablere Unterstände für die Wertstoffhofmitarbeiter wurde gesorgt. Einen weiteren Schwerpunkt des Treffens bildete die Unterrichtung der kommunalen Bediensteten in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.