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Gegen Plastik in der Biotonne: Papiertüten zum Kennenlernen

Plastiktüten im Bioabfall sind für die Kompostwerke ein Riesenproblem. Aber auch die kompostierbaren Verwandten der Plastiktüte bereiten zunehmend Schwierigkeiten. Denn diese „Biotüten“ zersetzen sich in den Kompostanlagen nicht so, wie es für einen guten Kompost erforderlich wäre. Die Tüten müssen mühsam aussortiert und ausgesiebt werden. Um auf das Tütenproblem aufmerksam zu machen, führt die Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) ihre Aktion „Sortenreine Biotonne“ fort.

Dazu lässt der kreiseigene Entsorgungsbetrieb am Wochenende (3./4. Februar) zunächst in den Kernstädten Dillenburg, Haiger, Herborn und Aßlar Bioabfalltüten aus Papier an die Haushalte verteilen – zum Kennenlernen. In den Kernstadtbereichen, das ergaben Kontrollen, ist die Verunreinigung durch Plastik und Co. am größten. Mit der Aktion soll auf Alternativen zur Kunststofftüte aufmerksam gemacht werden. Und die Papierbeutel passen in die 10-Liter-Vorsortierbehälter, die es bei der AWLD gibt.

Etwas Zeitungspapier tut es auch

Wer bei der Vorsortierung von Bioabfällen in der Küche also nicht auf praktische Beutel verzichten will, der sollte zur Papiervariante greifen, rät die Abfallwirtschaft Lahn-Dill. Denn eine geringe Menge Papier schadet der Kompostierung nicht. Im Supermarktregal sind solche Papierbeutel für Bioabfälle meist gleich neben den Kunststoff- oder kunststoffähnlichen Tüten zu finden. Noch einfacher und billiger ist es, etwas Zeitungspapier zu nehmen, um feuchte Küchenabfälle darin einzuwickeln.