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Gelbe Tonne - und was nun? Häufige Fragen kurz beantwortet

Die Verteilung der Gelben Tonnen im Lahn-Dill-Kreis (ohne Wetzlar) ist nahezu abgeschlossen. Ende Januar sollen mit Solms und Leun auch die letzten Kommunen mit den neuen Behältern ausgestattet sein. Noch haben die Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Fragen zur Einführung der Gelben Tonne. Die wichtigsten Fragen sollen hier kurz und knapp beantwortet werden:

1. Was kommt in die Gelbe Tonne?
Die Gelbe Tonne ist ausschließlich für Verkaufsverpackungen aus privaten Haushalten oder vergleichbaren Anfallstellen bestimmt – gemeint sind also immer Leichtverpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen. Diese können aus Kunststoff (Folien, Becher, Einwegflaschen), aus Verbundstoffen (Milch- und Saftkartons) oder aus Metall (Konserven- und Getränkedosen) sein. Gewerbebetriebe, in denen z.B. viele Transportverpackungen anfallen, können sich beim zuständigen Entsorger Knettenbrech + Gurdulic über geeignete Rücknahmesysteme informieren.

2. Wer erhält welche Tonnengröße?
Die Größe der Gelben Tonnen orientiert sich am vorhandenen Altpapiervolumen. Es gibt die 240-Liter-Tonne und den 1.100-Liter-Behälter. Auf die Einführung einer 120-Liter-Tonne wurde verzichtet, da die Menge der in Privathaushalten gesammelten Verkaufsverpackungen tendenziell zunimmt und der vierwöchentliche Abfuhrrhythmus auch aus ökologischen Gründen beibehalten werden soll. In eine 240-Liter-Tonne passt der Inhalt von bis zu fünf Gelben Säcken.

3. Kann man eine zusätzliche Gelbe Tonne bekommen?
Grundsätzlich ja. Falls an einem Grundstück nachweislich und dauerhaft mehr Gefäßvolumen für Leichtverpackungen benötigt wird als bei der Grundausstattung vorgesehen war, kann der Mehrbedarf bei der Firma Knettenbrech + Gurdulic gemeldet werden. Es sollte aber zunächst geprüft werden, ob die bereitgestellte Tonne ausreicht. Kommt es nur gelegentlich vor, dass mehr Verpackungen anfallen, können diese kostenlos am Wertstoffhoff abgegeben werden.

4. Warum ist nicht die Abfallwirtschaft Lahn-Dill zuständig?
Die Entsorgung von Leichtverpackungen ist keine kommunale Aufgabe und wird nicht über die Abfallgebühren finanziert, sondern über den Preis des verpackten Produktes. Zuständig ist das Duale System Deutschland (DSD), das zur Sammlung der Verpackungsabfälle im Lahn-Dill-Kreis Knettenbrech + Gurdulic Mittelhessen beauftragt hat. Die Kommunen haben jedoch Mitsprache bei der Wahl der Behälter. Der Lahn-Dill-Kreis entschied sich z.B. für Tonnen statt Säcke.

5. Kann man weiterhin auch Gelbe Säcke nutzen?
In einer Übergangszeit werden Gelbe Säcke noch bis Ende April mitgenommen.
Eine Verteilung an die Haushalte findet jedoch nicht mehr statt. Gegebenenfalls sind in den
Bürgerbüros der Städte und Gemeinden noch Säcke erhältlich. Bei Bedarf erhalten die
Verteilstellen übergangsweise nochmals Gelbe Säcke vom beauftragten Entsorger.

Ansprechpartner für Fragen zur Gelben Tonne ist das Unternehmen Knettenbrech + Gurdulic
Mittelhessen aus Solms, das unter der Telefonnummer 0800 1015860 eine kostenlose Hotline
eingerichtet hat. E-Mail: kommunal-mittelhessen@knettenbrech-gurdulic.de.

Allgemeine Fragen zur Einführung der Gelben Tonnen und zur Getrenntsammlung von Abfällen
werden auch auf den Internetseiten der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (www.awld.de) beantwortet.