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Neue Energie aus alten Photovoltaik-Anlagen

Im Beisein von Landrat Wolfgang Schuster und dem Ersten Kreisbeigeordneten Heinz Schreiber überreichte der Hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein dem 1. Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Frank Dworaczek, jetzt einen Zuwendungsvertrag in Höhe von 366.000 Euro für das Projekt „Funktionserhaltendes Recycling von Photovoltaik-Modulen“. Dahinter steckt die Idee, den nach ca. 25 Jahren ausgedienten PV-Anlagen durch intelligentes Recycling ein zweites Leben zu geben.

Im Ergebnis des Projektes ist der Bau und Betrieb einer Photovoltaik-Anlage mit so genannten „2nd-Life-Solar-Modulen“ auf einem endabgedichteten Deponiebereich in Aßlar vorgesehen. Frank Dworaczek: „Die jährlichen Abfallmengen für Elektronikschrott nehmen zu, da die technischen Produktzyklen immer kürzer werden. Wir müssen deshalb zu einem Stoffstrommanagement in Kreisläufen kommen.“ Das Abfallwirtschaftszentrum Aßlar ist Sammelstelle für Abfälle von Elektro- und Elektronikgeräten inklusive ausgedienter Photovoltaik.

Partner des Verbundprojektes, das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderlinie 3 der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert wird, sind neben der Abfallwirtschaft Lahn-Dill die Rühl Solar GmbH in Kirchvers, die ZME Elektronik Recycling GmbH in Heuchelheim, die SM InnoTech GmbH und Co. KG in Bocholt sowie die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen. Die Industriefirmen beteiligen sich mit 51 Prozent an den Forschungsausgaben. Das zweijährige Projekt wird von der HA Hessen Agentur GmbH begleitet.

Heinz Schreiber: „Das Projekt weist über verschiedene Reparaturschritte und die Rückgewinnung der wertvollen Silizium-Zellen und Aluminium-Rahmen zur Produktion neuer Solarmodule den Weg zu einer innovativen Prozesskette – von der 'Wiege' über den Verbraucher zurück zur 'Wiege' und nicht mehr zur Einbahnstraße Müllhalde.“