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Plastiktüten haben im Bioabfall nichts verloren

Aufgrund der anhaltend schlechten Qualität der Bioabfälle im Lahn-Dill-Kreis lässt die Abfallwirtschaft Lahn-Dill ab 10. Juli wieder die Biotonnen kontrollieren. Bei geringer Fehlbefüllung wird mit einem gelben Anhänger an den Biotonnen eine sortenreine Trennung angemahnt. Bei größeren Verunreinigungen gibt es rote Anhänger. Rot verwarnte Tonnen werden gesperrt und müssen mit dem Restabfall geleert werden.

Vor allem Plastiktüten sind für die Kompostwerke in Aßlar und Oberscheld zum Problem geworden – zunehmend aber auch die kompostierbaren Verwandten der Plastiktüte. Diese „Biobeutel“ sind im Lahn-Dill-Kreis nicht gestattet, weil sie sich in den Kompostanlagen nicht wie gewünscht zersetzen. Wer bei der Vorsortierung von Bioabfällen nicht auf Beutel verzichten will, kann zu Papiertüten greifen. Günstiger ist Zeitungspapier. Eine geringe Menge Papier schadet der Kompostierung nicht. Außerdem bietet die Abfallwirtschaft Lahn-Dill günstige Vorsortiergefäße für die Küche an.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der kreiseigene Abfallwirtschaftsbetrieb im Rahmen der landesweiten „Aktion Biotonne“ den Bioabfall durch das beauftragte Abfuhrunternehmen SUEZ  kontrollieren lassen. Dabei wurden ca. 200 Biotonnen vorrübergehend gesperrt, weil darin z.B. Plastik, Glas oder Bauschutt entdeckt wurde.