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Weniger Abfall, weniger Tonnen, weniger Leerungen

Im Rahmen der Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes (HSGB) in Solms berichtete der 1. Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Frank Dworaczek, den Bürgermeistern über die Entwicklung der hoheitlichen Abfallmengen im Lahn-Dill-Kreis. Demnach ist das Abfallaufkommen zwischen 2012 und 2015 von 134.000 t auf 115.000 t gesunken. Besonders auffällig ist der Rückgang der Restabfallmengen nach der Umstellung des Abfallgebührensystems in 2014, berichtete Dworaczek. Die Menge der eingesammelten Restabfälle lag 2013 noch bei 48.200 t und ging im Jahr danach auf 37.700 t zurück – das ist eine Verringerung um über 20 Prozent. Gleichzeitig war ein Anstieg der über die Gelben Säcke gesammelten Wertstoffe festzustellen. Die Menge stieg in 2014 um 26 Prozent auf 5300 t.

Dass in 2015 nahezu identische Mengen an Rest- und Verpackungsabfällen erzielt wurden, zeigt, dass es sich nicht nur um einen kurzfristigen Effekt handelte. „Das verursachergerechte Gebührensystem hat nachhaltig zu einem veränderten Sortierverhalten geführt. Die Bürgerinnen und Bürger kommen mit weniger Restabfallvolumen aus“, erzählt Dworaczek. So reduzierte sich allein die Zahl der 240-Liter-Restabfallbehälter von 50.300 in 2013 auf  40.400 Stück in 2015. Bei den anderen Abfallfraktionen Bio und Altpapier fallen die Veränderungen weniger drastisch aus, da diese Tonnen nun intensiver für die Wertstofferfassung genutzt werden. Aber auch hier führte die Umstellung zu einer Korrektur der Bestände. Insgesamt stehen im Lahn-Dill-Kreis aktuell 213.000 Abfallgefäße, vor der Gebührenumstellung waren es noch 225.000 Stück.

An den Leerungsprotokollen lässt sich ablesen, dass die Menschen im Lahn-Dill-Kreis das Prinzip der Leistungsgebühr pro Leerung verinnerlicht haben. Von fast 2 Millionen Restabfall-Leerungen in 2013 sank die Zahl im Jahr 2015 auf knapp 1,3 Millionen. Beim Bioabfall waren es 783.000 Leerungen gegenüber 1,3 Millionen im Jahr 2013. „Wer Abfall vermeidet, muss die Tonne weniger häufig herausstellen, schont die Umwelt und spart Abfallgebühren“, so Dworaczek. Insgesamt zählt die Abfallwirtschaft 65.200 Objekte mit angemeldeten Abfallgefäßen in 22 Städten und Gemeinden des Lahn-Dill-Kreises (ohne Stadt Wetzlar). Im laufenden Jahr wurden 68.300 Jahres- und Änderungsbescheide verschickt. Die meisten Bürger (ca. 80 Prozent) lassen ihre Abfallgebühren abbuchen und haben dem Eigenbetrieb des Lahn-Dill-Kreises eine SEPA-Einzugsermächtigung erteilt.